Was ist Ergotherapie?
Der Begriff Ergotherapie leitet sich ab vom griechischen „ergon“, d.h. Handlung, Arbeit, Tätigkeit und von „therapeia“, d.h. Behandlung, Pflege, Heilung.
Die Ergotherapie ist eine Heilbehandlungsmethode. Ihr oberstes Ziel ist es, Menschen jeglichen Alters, deren Handlungsfähigkeit durch eine Krankheit, Verletzung, Behinderung oder Entwicklungsstörung eingeschränkt oder noch nicht vorhanden ist, zu unterstützen. Mit der ergotherapeutischen Behandlung versuchen wir, die Handlungskompetenz, die diese Menschen im täglichen Leben brauchen, über alltagsorientierte und zielgerichtete Aktivitäten zu entwickeln, wiederzuerlangen oder zu erweitern.
Ziel der Ergotherapie ist es demnach, die größtmögliche Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Alltags- und Berufsleben zu erreichen oder zu erhalten.
Die Verordnung
Die Therapie erfolgt auf der Grundlage einer ärztlichen Verordnung (Rezept) durch den behandelnden Haus- oder Facharzt (z.B. Kinderarzt, Neurologe). Die ergotherapeutische Behandlung ist ein anerkanntes Heilmittel und wird von allen gesetzlichen Krankenkassen, von den meisten Privatkassen und von der Beihilfe übernommen.
Zuzahlung
Für Ergotherapie beträgt die Zuzahlung 10% des Rezeptwertes, zzgl. 10,00 Euro pro Rezept.
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bleiben von der Zuzahlung befreit.
Zuzahlungsgrenzen liegen bei 2% des Bruttojahreseinkommens, bei chronisch Kranken bei 1%.
Behandlungsdauer
Eine ergotherapeutischen Behandlung findet in der Regel 1–2 Mal wöchentlich statt. Eine Behandlungseinheit dauert, je nach verordnetem Heilmittel, 0–60 Minuten.
Hausbesuche
Wir behandeln, bei ärztlich verordnetem Hausbesuch, auch im häuslichen Umfeld des Patienten.
Eine Therapie im häuslichen Bereich ist sinnvoll, wenn der Patient auf Grund seiner Erkrankung nicht in der Lage ist, in die Praxis zu kommen oder lebenspraktische Probleme im direkten Umfeld Inhalt der Therapie sind.
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